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Die Film AG zeigt am Dienstag, den 23.06.09 um 20.00 Uhr s.t. in Raum 1.05, Institut für Ethnlogie, Oettingenstr. 67, Muenchen:

 

A Divine Play on Earth:  Sontheimer’s Discovery of India

Von Henning Stegmüller

(82 min, color, 2008).

Ein Film über die Arbeit und das Leben des Indologen Günther Dietz Sontheimer

„The film flashes back to Sontheimer’s life and work through interviews with his sister in Germany and his host family in India, his friends, and his colleagues. It also presents his visual documentation of the folk festival and folk life he owed his insightful research to. The film presents the many facets of the human being Sontheimer was and the brilliant scholar admired by his fraternity. Most importantly, it presents Sontheimer not as a mystery or an icon but as a man who completely merged with what he studied and came back to explain it to the world.“

Quelle: www.henning-stegmueller.de

Der Filmemacher wird anwesend sein !

 

Henning Stegmüller, geboren 1951 in München, absolvierte das Studium der Fotografie an der Staatlichen Fotoschule München sowie anschließend das Studium Film an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Seit 1977 wirkte er als Kameramann, Regisseur, Cutter, Produzent bei mehr als 30 Dokumentarfilmen (hier meist in Personalunion aller Funktionen) sowie Fernsehspielen und Spielfilmen mit.

Henning Stegmüller wurde bekannt durch seine ethnographischen Filme zu Indien, Afrika und Lateinamerika. Seit 1996 widmet er sich hauptsächlich der Fotografie. Sein Text- und Bildband Bombay – Mumbai, Bilder einer Mega-Stadt (A1-Verlag, München) erhielt 1999 den Goethe Verlagspreis. 2006 erscheint der Bildband Jachenau in der Edition Braus, Heidelberg


Die Film AG zeigt am Dienstag, den 23.06.09 um 20.00 Uhr s.t. in Raum 1.05, Institut für Ethnlogie, Oettingenstr. 67, Muenchen:

 

A Divine Play on Earth:  Sontheimer’s Discovery of India

Von Henning Stegmüller

(82 min, color, 2008).

Ein Film über die Arbeit und das Leben des Indologen Günther Dietz Sontheimer

„The film flashes back to Sontheimer’s life and work through interviews with his sister in Germany and his host family in India, his friends, and his colleagues. It also presents his visual documentation of the folk festival and folk life he owed his insightful research to. The film presents the many facets of the human being Sontheimer was and the brilliant scholar admired by his fraternity. Most importantly, it presents Sontheimer not as a mystery or an icon but as a man who completely merged with what he studied and came back to explain it to the world.“

Quelle: www.henning-stegmueller.de

Der Filmemacher wird anwesend sein !

 

Henning Stegmüller, geboren 1951 in München, absolvierte das Studium der Fotografie an der

Staatlichen Fotoschule München sowie anschließend das Studium Film an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Seit 1977 wirkte er als Kameramann, Regisseur, Cutter,

Produzent bei mehr als 30 Dokumentarfilmen (hier meist in Personalunion aller Funktionen)

sowie Fernsehspielen und Spielfilmen mit.

Henning Stegmüller wurde bekannt durch seine ethnographischen Filme zu Indien, Afrika und

Lateinamerika. Seit 1996 widmet er sich hauptsächlich der Fotografie. Sein Text- und Bildband

Bombay – Mumbai, Bilder einer Mega-Stadt (A1-Verlag, München) erhielt 1999 den Goethe

Verlagspreis. 2006 erscheint der Bildband Jachenau in der Edition Braus, Heidelberg

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 16. Juni um 20h00 in

Raum 1.05, Oettingenstr. 67:

 

Statt Landflucht

Katharina Bierner, Lisa Leiding, Marc Petersen

Deutschland 2008, 20 Min.

Wodurch unterscheidet sich das Landleben vom Leben in der Stadt?

Zwei Familien aus einem kleinen Dorf in Oberbayern erzählen von ihrem Leben und ihren Problemen: Vor dem Panorama des Wendelsteins ist der Milchfahrer auf dem Weg zu den Höfen des Alpenvorlandes, während zu Hause die Oma Schweinebraten für die Großfamilie zubereitet. Eine alleinerziehende Mutter und Pferdezüchterin nimmt für die Erfüllung ihres Traumes, ihren landwirtschaftlichen Betrieb aufzugeben und stattdessen ausschließlich Araber zu züchten, große Entbehrungen in Kauf. Die berufliche Zukunft ist bei beiden Familien ungewiss. Doch davon lässt sich keiner der Protagonisten aus der Ruhe bringen. Humorvoll erzählen sie von den Eigenheiten und Funktionsweisen des Landlebens. Mit sehr persönlichen Einblicken lassen sie den Zuschauer daran teilhaben. Wir erfahren wie sich „Stoderer“ erfolgreich in die Dorfgemeinschaft integrieren, lernen dass auch der Milchfahrer einer Schweigepflicht unterliegt und welche Auswirkungen die Globalisierung auf das Milchgeschäft hat. Ländliche Beerdigungsriten und persönliche Einstellung zum Glauben werden auf mitreißend witzige und zugleich scharfsinnige Art und Weise thematisiert. Die positive Lebenseinstellung und die Liebe zum Land ist das gemeinsame Merkmal aller Protagonisten. Sie können sich kein anderes Leben vorstellen als ihres, umgeben von der Natur, von ihren Tieren und dem Rückhalt der Gemeinschaft.

Die Filmemacher werden anwesend sein!

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 09.06.09 um 20.00 Uhr s.t. in Raum 1.05:
„Forest of Bliss“ von Robert Gardner

Forest of Bliss

Länge           90 min.
Jahr            1986
Regie           Robert Gardner
Kamera          Robert Gardner

Neunzig Minuten Leben und Tod in Benares, dem heiligsten Ort Indiens, der Stadt Shivas und „Großen Verbrennungsstätte“. Die Sprache des Sprachlosen und die Schönheit des Schrecklichen. Eine Flut irritierender, gleißender, zutiefst fremd verbleibender Bilder, unterbrochen von keinem Anflug von Erklärung, Kommentar, erläuterndem Wort. Das Auge bleibt allein, ausgesetzt dem, was es sieht, den Kreisläufen von Holz, Wasser, Ringelblumen und Leibern in der Stadt des Todes. Die Protagonisten: Hunde, Unrat, Blüten, Sand, Treppen, Leichenholz. Die Dinge der Realität als Symbol, Abgrund, Verweigerung. Die Wirklichkeit ein Traum, in dessen Labyrinth kein Fremdenführer Beruhigung verschafft. Nicht nur im „ethnologischen Film“, ein beispielloses Werk.

http://www.film.at/de/id.8365639/detail.html

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 26.05.09 um 20.00 uhr s.t. im Institut für Ethnologie an der LMU, Raum 1.05:

„Cannibal Tours“ von Dennis O´Rourke

Australia 1988
72 min / English

„There is nothing so strange in a strange land, as the stranger who comes to visit it.”

“Dennis O’Rourke’s “CANNIBAL TOURS” is simply (to be more precise, complexly) stunning. While the cameras snap, the tourists bargain, and Sonny and Cher sing ‘I Got You Babe’ over Radio Moscow, the Papua New Guineans try to hold onto their world. ‘We sit here confused,’ one laments, ‘while they take pictures of everything’ - while O’Rourke’s camera shoots the whole of a social relation that is taking over the world, the relation between the seeing and the seen. This double anthropology subtly shows how connoisseurship and condescension are linked, and how little the Western tribe of tourists understand their own culture. “CANNIBAL TOURS” succeeds in being both devastating and charming - an amazing combination.”

(www.cameraworklimited.com/films/cannibal-tours.html)

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 12. Mai 2009 um 20 Uhr s.t. im Institut für Ethnologie an der LMU, Raum 1.05

Kinder, wie die Zeit vergeht

Buch und Regie: Thomas Heise
Kamera: Börres Weiffenbach
Produktionsjahr 2007
Länge: 86 min.

Wie lebt man?
Die Spuren der Geschichte in den Lebenswegen einer Familie: Was wird aus dem Traum der Busfahrerin Jeanette? Was machen ihre Kinder Tommy und Paul? Ist das Leben jetzt im Griff? Was meint Jeanettes kleiner Bruder Tino mit “Durcheinander”? Der Schneemann hat keinen Mund. Aus dem laufenden Leben. Eine Beunruhigung.

KINDER. WIE DIE ZEIT VERGEHT. ist nach “STAU - jetzt geht’s los” D 1992 und “NEUSTADT (Stau - der Stand der Dinge)” D 2000 Thomas Heises dritter Film über Menschen aus der Industrielandschaft Sachsen - Anhalts und Sachsen im wiedervereinigten Deutschland.
(Quelle: http://www.oefilm.de/film_kurz.php?film_id=171)

Kinder. Wie die Zeit vergeht” gewann die Silberne Taube für lange Dokumentarfilme beim 50. Internationalen Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig.

“[…] Thomas Heise wurde vom Festival zu Recht für seine autonome Sicht ausgezeichnet: “Kinder. Wie die Zeit vergeht” ist der Abschluss seiner Trilogie über Jugendliche in Halle-Neustadt, doch hier werden nicht einfach problematische Verhältnisse verhandelt, sondern gerade solche, in denen Sprachlosigkeit weitergegeben wird.
Filme wie die von Heise und Pintilie machen deutlich, worum es eigentlich geht im Dokumentarfilm - darum, Alternativuniversen ernst zu nehmen.” (Anke Westphal in der Berliner Zeitung, 5.11.2007)

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 5. Mai 2009 um 20 Uhr s.t. im Institut für Ethnologie an der LMU, Raum 1.05

In Vorbereitung auf den Workshop mit David MacDougall:

Photo Wallahs - Fotoagenturen

von Judith und David MacDougall

Zum Workshop:
David MacDougall wird am Donnerstag, den 14.5.09 von 18.00 -22.00 an unserem Institut zu Gast sein. Die beiden Tage vorher wird er bereits am DOK Fest und am Völkerkundemuseum München seine Filme präsentieren.
Aus diesem Grund haben wir uns nun entschlossen, uns in den nächsten zwei Wochen mit MacDougalls Werk zu beschäftigen und uns so auf diesen Besuch vorbereiten. Am Ende dieser Email findet sich eine Workshop-Beschreibung von Professor Heidemann, einige Links zu David MacDougall und im Anhang sein Artikel “The experience of colour”.
Alle die Lust haben sich etwas auf diesen wohl einmaligen Besuch vorzubereiten sind herzlichst aufgerufen sich unter film_ag@gmx.de zu melden. Vorkenntnisse und Semester sind vollkommen irrelevant. Wir werden uns zu weiteren Terminen treffen um Filme zu sichten bzw. Texte zu besprechen.

Zum Film:
Das Rohmaterial zu PHOTO WALLAHS wurde von David und Judith MacDougall während zwei Aufenthalten in den Monaten Juli bis Dezember 1988 und Oktober bis Dezember 1989 in Mussoorie und Umgebung, einer im äußersten Norden des indischen Unionsstaates Uttar Pradesh an den Ausläufern des Himalaja-Vorgebirgesgelegenen Hill Station aufgenommen. Die Filmemacher zeigen die verschiedensten Photographen und ihre Studios, ihren Arbeitsalltag, ihre aus allen sozialen Schichten entstammende Kundschaft, erhellen zugleich aber auch das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen dem Medium Photographie und der indischen Gesellschaft mit ihrer traditionellen, auf dem hierarchischen Kastensystem basierenden Sozialordnung.
(Quelle: IWF)

Erscheinungssjahr: 1991
Techn. Daten: Video ; F, 60 min; OF
Herst.: David MacDougall; Judith MacDougall
Veröff.: Royal Anthropological Institute (London)
In der nächsten Woche zeigen wir “School Scapes” einen weiteren Film von David MacDougall

Workshop-Ankündigung von Professor Heidemann:
www.visuelle-anthropologie.de

Kurze Info zu Judith und David MacDougall auf der Homepage des Freiburger Filmforums:
www.freiburger-filmforum.de

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 28. April 2009 um 20 Uhr s.t.  im Institut für Ethnologie, Raum 1.05:

Hotel Very Welcome
von Sonja Heiss
Deutschland 2007, 90 Min.
Mit Eva Löbau, Chris O’Dowd, Gareth Llewelyn, Ricky Champ, Svenja Steinfelder

Vor dem Film wird sich die studentische Film-AG vorstellen. Wir wollen Interessierte aller Semester motivieren und in die Planung des neuen Programms einbeziehen. Kommt einfach vorbei!

Hotel Very Welcome
„Fünf Rucksacktouristen reisen durch den großen, exotischen Vergnügungspark Asien, um dem europäischen Alltag zu entfliehen. Mit reichlich Einsamkeit im Gepäck arbeiten sie in der Ferne Indiens und Thailands hart am Glücklichsein“
www.filmz.de/film_2007/hotel_very_welcome/

„Hotel Very Welcome“, der erste fiktionale Spielfilm von Sonja Heiss, wurde mit dem renommierten „First Steps Award“ ausgezeichnet und darüber hinaus auf etlichen Festivals, unter anderem in Berlin und Ludwigshafen, geehrt. Heiss hat in München Dokumentarfilm studiert, was man ihrem Film auch deutlich anmerkt: In einem sehr dokumentarischen, auf Zufälligkeiten und „gefundene Bilder“ aufbauenden Stil, beobachtet sie in einzelnen, nicht weiter verknüpften Episoden fünf Rucksacktouristen auf ihren Wegen durch Thailand und Indien. Sie alle haben verschiedene Motivationen: Die einen wollen feiern, die anderen laufen vor Problemen weg oder wollen ganz klassisch „zu sich selbst finden“. Während ihrer Studienzeit ist Heiss oft selbst nur mit einem Rucksack ausgestattet durch die Welt gereist und konnte so genügend Erfahrungen sammeln, um das Geschehen authentisch zu halten. So ist der Blick in „Hotel Very Welcome“ nicht heroisch oder glorifizierend, sondern ehrlich und unmittelbar – garniert mit viel Humor und einem Gespür für die etlichen, ganz beiläufigen Alltagsprobleme der Backpacker.
www.filmstarts.de/kritiken/84221-Hotel-Very-Welcome.html

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 21. April um 20h00 s.t. in Raum 1.05 den Film:
 

” BEFREIEN SIE AFRIKA!
von Martin Baer

Dokumentarfilm   Deutschland 1999   83 Minuten   Farbe und schwarz/weiß

Der Film erzählt die Geschichte des deutschen militärischen Engagements in Afrika von 1940 bis heute. Zugleich ein Film über den deutschen Mythos Afrika:


500 Ausschnitte aus Spielfilmen, Reportagen, Dokumentationen, Comics, Werbespots, Musikvideos und Computerspielen illustrieren  das deutsche Afrika-Bild der letzten fünfzig Jahre, darunter bisher nie gesehenes Material aus ost- und westdeutschen Archiven. Kriegsveteranen, Legionäre und Offiziere erzählen von ihrem Traum von Afrika. Eine schnelle, eng verwobene filmische Collage über die deutsche Militärpolitik in Afrika und über die Wechselwirkung von Politik und Populärmythen.


BEFREIEN SIE AFRIKA! ist ein Dokumentarfilm über das Bild Afrikas in Deutschland und die Rolle Deutschlands in Afrika. Anhand der Darstellungen des “Schwarzen Kontinents” und der Vorstellungen, die sich die Deutschen vom Leben der Afrikaner machen, beschreibt der Film die deutsche Afrikapolitik in der Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Ein Film über das Afrika-Bild der Deutschen in Ost und West und darüber, was sie in den letzten fünfzig Jahren im realen Afrika suchten.

ist ein Dokumentarfilm über das Bild Afrikas in Deutschland und die Rolle Deutschlands in Afrika. Anhand der Darstellungen des “Schwarzen Kontinents” und der Vorstellungen, die sich die Deutschen vom Leben der Afrikaner machen, beschreibt der Film die deutsche Afrikapolitik in der Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Ein Film über das Afrika-Bild der Deutschen in Ost und West und darüber, was sie in den letzten fünfzig Jahren im realen Afrika suchten.
 

BEFREIEN SIE AFRIKA! illustriert das Ende des Kolonialismus und das Entstehen unabhängiger afrikanischer Staaten anhand der Bilder von Afrika und den Afrikanern in ost- und westdeutschen Medien. Diese Bilder vom Schwarzen Kontinent sind mal gutgemeint, mal böswillig und verzerrend, manchmal unterhaltsam, belehrend, mal komisch, mal lächerlich. Da sie ganz überwiegend von dem geprägt wurden, was sich Europäer unter “Afrika” vorstellen, enthüllen sie, wie weitgehend populäre Mythen politische Haltungen und Handlungen beeinflussen. Schwarze Kannibalen tauchen in Abenteuerfilmen genauso auf wie in TV-Reportagen, und Söldner, Abenteurer, Menschenfresser, Großwildjäger bevölkern zahllose der gezeigten Filmausschnitte.
 

Die Ausschnitte aus den Filmen und aus Interviews werden nicht kommentiert und auch nicht durch Einblendungen von Namen oder Titeln ergänzt. Außer ihren Träumen von Afrika haben die Interviewpartner, die alle irgendwann zwischen 1941 und 1990 in Afrika waren, eine Gemeinsamkeit: sie waren in Afrika als Soldat, als Legionär, als Söldner, als Offizier, als Angehöriger einer der verschiedenen deutschen oder auch einer anderen Armee, etwa der französischen Fremdenlegion.
Der Collage aus Film-, Fernseh-, Comicbildern vom Mythos Afrika entspricht das Kinderspiel von der Entdeckung, der Eroberung, der Befreiung Afrikas.
 

Der Titel “BEFREIEN SIE AFRIKA!” ist der Anleitung zum populären Gesellschaftsspiel “Risiko” entnommen. In den 70er Jahren nannte die Spielanleitung als Ziel des Spiels: “Erobere die Welt”. In den 90er Jahren ist das Spielziel von “Risiko”: “Befreie die Welt”.
 

Empfehlung der Jury des XV. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik: “Dies ist ein Film über Deutsche und für Deutsche. Er zeigt in zahlreichen Ausschnitten, wie sich das Afrikabild der Deutschen durch deutsche Medien - Spielfilme, Dokumentationen, Features, Reportagen, Nachrichten und Soaps - über die Jahrzehnte hinweg entwickelt hat. Er ist darüber hinaus ein Antikriegsfilm, der mit ungewöhnlichen Mitteln seine Aussage erreicht. Durch die Auseinandersetzung mit unseren eigenen Mythen und die ungewöhnlichen filmischen Mittel ist er durchaus geeignet, neue Impulse für die Bildungsarbeit zu setzen.”
 

“Eigenwillige filmische Collage… eine komische, entblößende, belehrende und tieftraurige Reise durch ‘unser’ Afrika.” (Süddeutsche Zeitung)
 

Diesen Dienstag zeigen wir zwei kurze Filme von Ursula Ambach. Die Filmemacherin wird anwesend sein und hoffentlich ergibt sich anschließend eine kleine Diskussion. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!
Dienstag, den 20. Januar 2009 in Raum 1.05 um 20h00, Oettingenstr. 67

Wahre Perlen – Igazgyöngyök

Macher: Ursula Ambach
Länge: 30 Minuten; 2004
1. Preis 2004 im Deutscher Jugendvideopreis

Im Herzen Transsilvaniens liegt Adorian. In dem kleinen Dorf gibt es kein fließendes Wasser und nur ein einziges Telefon. Die Bewohner gehören zur größten in Rumänien lebenden Minderheit, den Ungarn. Von den Rumänen als “boszgor” (Heimatlose) geschmäht und jahrzehntelang als Menschen zweiter Klasse behandelt, haben sie gelernt, ihre kulturelle Identität zu verteidigen. Während ihr “Vaterland” Ungarn dem EU-Beitritt entgegenstrebt, scheint für sie Europa Lichtjahre entfernt. Inmitten dieser bescheidenen, archaischen Verhältnisse lebt der Bauer und Dichter Jozsi. In über 300 Gedichten hat er seine Gedanken über die Vergangenheit festgehalten. Zauberhaft, einfühlsam und leise eröffnet Ursula Ambach mit ihrem märchenhaften Dokumentarfilm eine tiefe Dimension vom Glück.

Omas Salon – Grandma’s Salon

Regie Ursula Ambach
Kamera Maria Rank
Länge: 35 Minuten; 2007

In einem kleinen ungarischen Dorf nahe der Donau lebt Edit Festö. Ein ganzes Leben lang betreibt sie dort einen kleinen Friseursalon, indem sich alle Witwen des Ortes einfinden und mit den gleichen Dauerwellen verabschieden. Auch heute noch, obwohl Edit nicht mehr sehen kann.
Der Film ist die Reise der Filmemacherin zu ihren Wurzeln, in einem Moment, als mit dem schwindenden Augenlicht ihrer Großmutter Edit, auch ihr inneres Licht zu schwinden droht.

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 13. Januar 2009 in Raum 1.05 um 20h00, Oettingenstr. 67:

Sermiligaaq 65°54′N, 36°22′W

Regie: Anni Seitz und Sophie Elixhauser
Länge: 63 min; 2008

Sermiligaaq, ein Dorf an der abgelegenen Ostküste Grönlands. Die Menschen leben von der Jagd, vom Fischfang und von Lohnarbeit für eine der Institutionen der Gemeinde. Dieser Film nimmt sich Zeit für einen genauen Blick auf das tägliche Leben der Inuit, das sich innerhalb weniger Generationen vom Erdhaus zur Moderne mit Helikoptern, Fernsehanschluss undAlkohol gewandelt hat. Er lässt uns Ostgrönland heute erfahren, das Dorf im Sommer und Winter, die Familie zwischen Robbenjagd und Computerspielen. In klaren und poetischen Bildern zeigt er das Normale in einer
außergewöhnlichen Welt, beobachtet die kleinen Szenen, die Gesichter und Gesten, die sich zu einem fremden und doch seltsam vertrauten Portrait zusammenfügen.

Sophie Elixhauser wird zur anschließenden Diskussion anwesend sein!

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