Es geht weiter
Wir freuen uns, euch die nunmehr fünfte Ausgabe der ethnologik vorlegen zu können und sind dabei auch ein klein wenig stolz auf das bisher Vollbrachte, was Anlass für einen kurzen Rückblick geben soll.
Vor ungefähr zweieinhalb Jahren fand sich ein kleiner Kreis an engagierten Studentinnen und Studenten mit der Idee zusammen, die bestehende Tradition einer studentischen Institutszeitschrift aufzugreifen und die ethnologik neu zu gründen. Getragen von einem unheimlichen Enthusiasmus gingen wir an die Arbeit und ohne falsche Bescheidenheit lässt sich sagen, unsere Anstrengungen haben sich gelohnt.
Ein Teil der alten Redaktion hat die ethnologik nun, da bei vielen der Studienabschluss vor der Tür steht, an ein neues Team übergeben, die vorliegende Ausgabe möglich gemacht haben. Ich freue mich ganz besonders, dass so mit frischen Ideen und neuen Perspektiven an den bisherigen Erfolg der Zeitschrift angeknüpft werden kann und bedanke mich bei allen Mitwirkenden, die die ethnologik zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Zweimal im Jahr gibt es also auch weiterhin interessante und aktuelle Artikel für unsere Leserinnen und Leser.
Neben der Zukunft der ethnologik stimmt aber auch hoffnungsvoll, dass in den vergangenen Jahren nicht nur in München, sondern auch in Halle (Cargo), Wien (Maske) und nun Zürich (Cltr) neue studentische ethnologische Zeitungsprojekte entstanden sind und sich für die nähere Zeit auch zunehmende Kooperationsbemühungen zwischen den verschiedenen Redaktionen im deutschsprachigen Raum abzeichnen.
In dieser Ausgabe findet ihr wie gewohnt eine bunte Mischung an Artikeln, die sich aus ethnologischer Perspektive mit dem kulturell Fremden beschäftigen. Neben den Ergebnissen einer einjährigen Feldforschung zum Thema Queer in Indien, sei an dieser Stelle auch auf die Texte zur Aneignung afrikanischer Kunst, zu den Romanies von Sibiu (Hermannstadt) und zur Provokation der Aleviten durch eine Folge des Tatort hingewiesen.
Unser Ressort Ethnologie in Aktion kann anlässlich der Entpflichtung von Prof. Dr. Matthias S. Laubscher, der nach über 25 Jahren Tätigkeit als Lehrstuhlinhaber in den wohlverdienten Ruhestand geht, mit einem ausführlichen und rückblickenden Interview aufwarten, dessen Langfassung ihr auf unserer Homepage findet. Ihm sei hier alles Gute für die weitere Zukunft gewünscht. Der Ethnologe und Filmemacher Steef Meyknecht wird in diesem Heft ebenso vorgestellt, wie die neu an das Münchner Institut gekommene Frau Prof. Dr. Eveline Dürr, die wir an dieser Stelle noch einmal herzlich willkommen heißen. Unser Ressort Normal in München hat sich diesmal mit dem Thema Protest beschäftigt und reflektiert u.a. die Auswirkungen des Rauchverbotes und die Erfahrungen aus dem Lehrbeauftragtenstreik an unserem Institut, der vielen von euch noch in Erinnerung sein dürfte. Auch finden sich wieder ein informativer Terminkalender mit aktuellen Veranstaltungshinweisen, allerlei Querschläger und das Ressort Labor bietet ungewohnte Einblicke ins Münchner Museum für Völkerkunde.
An dieser Stelle sei auch auf unsere Homepage www.ethnologik.de hingewiesen, auf der ihr zu den einzelnen Ressorts weitere Beiträge findet, da wir leider aus Platzgründen nicht alle Artikel in der vorliegenden Druckausgabe veröffentlichen konnten, wie wir es uns gewünscht hätten. Auch könnt ihr dort die Texte kommentieren und diskutieren und auch die Beiträge der vergangenen Ausgaben lesen. Viel Freude mit dieser Ausgabe.
Für die bisherige Redaktion ethnologik, Falko Zemmrich.


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