Was tun?
„Es soll wissenschaftlicher sein! Mit Belegen, Zitaten — eben dem ganzen Kram, den man für eine Seminararbeit auch braucht.“ „Nein wir müssen was für die Öffentlichkeit tun! Die müssen verstehen was wir sagen. Die müssen sich angesprochen und involviert fühlen. Da kommst du mit diesem wissenschaftlichen Jargon nicht weit!“, „Also mal ehrlich, wollt ihr wirklich so eine trockene Textwüste produzieren? Wie sieht es mit Bildern, Comics usw. aus?“, „Wie wäre es, wenn wir einfach ganz online gehen und dieses veraltete Printmedium fallen lassen?“
War das schwierig! Jeder will Zeitung machen und alle haben unterschiedliche Vorstellungen davon wie das auszusehen hat. Deshalb erschien uns als einziger Ausweg ein Selbstfindungswochenende irgendwo im Abseits. So weit so gut. Eine Hütte war schnell organisiert und eine impulsive Diskussion ließ nicht lange auf sich warten. Es wurden Ideen gesammelt und am Schluss hatten wir ein neues, vielversprechendes Konzept. Was dabei rausgekommen ist, könnt ihr nun selbst sehen:
Zum einen erschien es uns wichtig, euch die Navigation durch die ethnologik zu erleichtern. Wir wollten Rubriken, die immer wiederkehren, die ein breites Spektrum abdecken und vielen verschiedenen Vorstellungen Genüge leisten können. Zum anderen wollten wir uns aber auch neuen Ideen gegenüber nicht verschließen. Daher findet ihr nun in unserer Zeitschrift das „ethnologische Labor“, in dem ethnologische Gedankengänge auch mal auf ganz unkonventionelle Art dargestellt werden. Für diejenigen, denen es vor allem auf einen wissenschaftlichen Anspruch ankommt, gibt es das Ressort „Theoretisches“. Und auch „Normal in München (NIM)“ zieht weiter durch die Stadt und versucht euch ethnologisches Wissen praxisnah zu vermitteln. Zwischendrin sorgt das Metaressort „Querschläger“ für unterhaltende und informative Auflockerung. Die Rubrik „Ethnologie in Aktion“ richtet sich an die vielen Studenten unter unseren Lesern, aber auch an alle anderen, die schon immer wissen wollten, was Menschen, die sich mit Ethnologie beschäftigen, eigentlich tun — wie sie denken und worin ihre Motivation besteht. Wir hoffen hiermit für euch die richtige Balance gefunden zu haben.
All das könnt ihr von nun an auch online verfolgen, kommentieren, kritisieren, und wir hoffen, dass dadurch auch eine neue Diskussionsplattform entsteht. Wir denken, dass auch wir Studenten uns an den aktuellen Debatten rund um die Ethnologie beteiligen sollten und nicht nur Doktoren und Professoren für uns sprechen lassen sollen. Dazu aber brauchen wir eure Hilfe! Vielleicht hat der ein oder andere von euch Lust, sein einsames Bibliotheksdasein einmal kurz beiseite zu legen und bringt seine Gedanken, Ideen, Texte oder auch sein Organisations- oder Verkaufstalent bei uns ein. Denn von euch lebt die Zeitschrift! Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, ethnologisches Wissen über die Unimauern hinweg zu transportieren. Ganz im Sinne unserer ersten Ausgabe — „going public“!
Viel Spaß beim Lesen
Eure Redaktion


Oktober 30th, 2007 at 10:05 pm
wann kommt der Rest?
Oktober 31st, 2007 at 9:18 am
Gratulation zur neuen Ausgabe!
Ich warte auch noch gespannt auf den Rest …
Grüessli
Juli 2nd, 2011 at 8:13 am
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